Heimkehr
So viele Meilen trennten mich von Rom,
Wo ich vor Junos hohem Bilde stand,
Doch immer folgte mir ihr weiter Blick,
Er folgt’ mir über Berg und See und Land.
Nicht Mond und Sonne gaben mir am Weg,
Nicht Mond und Sonne mir so lichten Schein.
An hellen Tagen sah ich noch ihr Bild,
Durch dunkle Nächte leuchtete der Stein.
Doch an der Grenze schwand sie meinem Blick;
Die Göttin scheuchte mir ein wüster Spuk.
Hier stand – die Glieder jämmerlich verrenkt –
Ein blutbeschmierter heil’ger Nepomuk.